Vorsicht vor großen Versprechungen
Vorsicht vor großen Versprechungen
In Zeitungsinseraten werden oft traumhafte Verdienstmöglichkeiten versprochen für Tätigkeiten, die ganz bequem von zu Hause zu erledigen sind. Viele glauben allzu gerne an das Märchen vom schnell verdienten Geld. Ob Autoüberführungen, Bastelarbeiten oder die Teilnahme an diversen Tests: "Es gibt nichts in diesem Bereich, was es nicht gibt", sagt Peter Horlacher.
                         
Er kennt alle Tricks, mit denen gearbeitet wird und auf die ahnungslose Mitbürger immer wieder hereinfallen.Fast immer heißt es: in Vorkasse treten und erst einmal Geld bezahlen, wo man doch eigentlich Geld verdienen will. Die relativ geringen Summen werden verlangt für angeblich wichtige Arbeitsmaterialien oder für die Aufnahme in eine exklusive Mitarbeiter-Liste."Die Frage ist, inwieweit die Leute dann das Informationsmaterial wirklich erhalten. Das kann man oft nicht nachvollziehen, weil die Beschuldigten angeben, die Post habe versagt. Und die Geschädigten geben an, das Geld durch Vorabzahlung überwiesen zu haben."

Eine noch dreistere Variante: die Aufforderung, gegen Schutzgebühr dasselbe wertlose Material nochmals zu ordern. "Dann hat man zweimal Vorkasse geleistet, aber den Nebenjob nicht auch nur annähernd angefangen."

Kriminaloberkommissar Horlacher kennt das Spiel und warnt auch in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor der Preisgabe persönlicher Daten wie Bankverbindung und Kreditkartennummer. Doch auch wenn von den Gaunern nicht gleich das ganze Konto abgeräumt wird und "nur" 25, 30 oder 50 Euro verlangt werden: Wer bezahlt, hat schon verloren.

Denn an die betrügerischen Abzocker heranzukommen ist sehr schwer. Briefkastenfirmen mit Sitz im Ausland stehen dahinter oder dubiose Unternehmen, die heute auf- und morgen schon wieder dicht machen. Ein langwieriges Procedere über den Rechtsweg übersteigt an Anwaltskosten schnell den Streitwert.

Peter Horlacher kennt noch einen anderen Grund, mit dem die Abzocker rechnen:
"Weil es so wenig Geld ist, macht man keinen Aufstand und eine Anzeige erstattet man schon gar nicht. Auch Scham spielt eine gewisse Rolle: Der Betrogene will sich nicht outen gegenüber der Gesellschaft und sieht von Gegenmaßnahmen ab."

Daher am besten vorab Erkundigungen über die Firma einholen. Gibt es zum Beispiel einen Eintrag im Gewerberegister?
Vorsicht ist geboten, wenn keine richtige Adresse genannt wird. Wer eine 0137er oder 0190er Nummer anruft, läuft Gefahr in einer Warteschleife zu landen und über die Telefongebühren abgezockt zu werden.

Rat und Hilfe kann man bei den Verbraucherberatungsstellen oder der Polizei ein-holen. Und sollte man am Ende doch einem Betrüger aufgesessen sein: Auf jeden Fall Anzeige erstatten.

Autorin: Chris Corlett
 
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